Let’s call it a day and pick this up tomorrow – 951

Hier ist ein Beispiel für eine hochgradig idiomatische Wendung im Englischen, die im Alltag und im Berufsleben ständig verwendet wird:

Englisch: Let’s call it a day and pick this up tomorrow.
Deutsch: Machen wir für heute Feierabend und machen morgen an dieser Stelle weiter.


1. Kommentar zum englischen Satz (für Deutsch-Muttersprachler)

Dieser Satz kombiniert zwei sehr wichtige idiomatische Ausdrücke (phrasal verbs / idioms), die im Deutschen völlig andere Bilder nutzen.

  • Grammatik (Form & Struktur): Der Satz beginnt mit Let’s (Kurzform für let us), um einen gemeinsamen Vorschlag zu machen. Darauf folgen zwei Infinitiv-Konstruktionen ohne to: call it a day und pick this up.
  • Zeitform: Das Satzgefüge steht im Imperativ der 1. Person Plural (Aufforderungsform für „wir“), richtet sich also an eine Gruppe oder ein Team im Hier und Jetzt.
  • Satzbau & Wortstellung: Die Struktur ist zweiteilig und durch and verbunden. Das phrasal verb pick [something] up umschließt hier das Pronomen this. Im Englischen müssen Pronomen bei trennbaren Verben immer zwischen Verb und Partikel stehen (pick this up – nicht pick up this).
  • Bedeutung / Funktion: Der Satz schlägt vor, eine aktuelle Arbeit oder ein Meeting für den aktuellen Tag zu beenden. To call it a day bedeutet „Feierabend machen / Schluss machen“. To pick something up bedeutet in diesem Kontext „etwas zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen“.
  • Stil & Register: Der Satz ist idiomatisch, absolut natürlich und im modernen Arbeitsumfeld (Büro, Meetings) sowie im Alltag der Standard. Er ist weder zu formell noch zu salopp.
  • Häufige Fehler: Deutschsprachige versuchen oft, das deutsche Konzept „Feierabend“ wörtlich zu übersetzen (make evening-party oder make closing-time – existiert im Englischen nicht). Ein weiterer Fehler ist die falsche Wortstellung beim Pronomen: pick up this.
  • Varianten oder Synonyme: Wenn man die Arbeit endgültig abbrechen will (nicht nur für heute), sagt man oft: Let’s call it quits. Eine formellere Variante für das Fortsetzen wäre: We will continue with this tomorrow.
  • Didaktische Notiz / Lernfokus: Der Fokus liegt auf dem Erlernen von Redewendungen als feste Chunks (Wortblöcke). Man sollte call it a day als Ganzes abspeichern, anstatt die einzelnen Wörter zu analysieren. Zudem ist die Pronomenstellung bei pick this up ein wichtiges Grammatik-Feature.

QA-Prüfung (Deutsch):

  • Grammatik (Form & Struktur):
    • Frage: Kann ich sagen „Let’s pick up the discussion tomorrow“?
    • Antwort: Ja! Wenn das Objekt ein Substantiv (the discussion) und kein Pronomen (this) ist, darf es auch am Ende stehen.
  • Zeitform:
    • Frage: Drückt das tomorrow eine Zukunftsform aus?
    • Antwort: Das Wort tomorrow verweist auf die Zukunft, aber die Grammatik bleibt die eines Vorschlags im Präsens (Let’s).
  • Satzbau & Wortstellung:
    • Frage: Warum heißt es nicht „call a day it“?
    • Antwort: Weil call it a day eine unveränderliche Redewendung (Idiom) ist. Die Reihenfolge der Wörter ist starr.
  • Bedeutung / Funktion:
    • Frage: Gibt es ein englisches Wort für „Feierabend“?
    • Antwort: Ein direktes Nomen gibt es nicht. Man nutzt stattdessen Wendungen wie to finish work, to knock off (UK-Umgangssprache) oder eben to call it a day.
  • Stil & Register:
    • Frage: Kann ich das auch zu meinem Chef sagen?
    • Antwort: Ja, wenn man bereits den ganzen Tag intensiv zusammengearbeitet hat und das Meeting dem Ende zugeht. Es klingt proaktiv und lösungsorientiert.
  • Häufige Fehler:
    • Frage: Was passiert, wenn ich sage „Let’s call it a night“?
    • Antwort: Das ist tatsächlich auch ein festes Idiom! Man benutzt es genau gleich, wenn man die Aktivität spät abends oder nachts beendet.
  • Varianten oder Synonyme:
    • Frage: Was bedeutet to wrap things up?
    • Antwort: Das ist ein sehr enges Synonym. Es bedeutet „etwas zum Abschluss bringen“ oder „etwas abrunden“.
  • Didaktische Notiz / Lernfokus:
    • Frage: Warum sind solche Idiome so wichtig für deutsche Muttersprachler?
    • Antwort: Weil sie den Unterschied zwischen „grammatikalisch korrektem Schulenglisch“ und „natürlich klingendem Englisch“ ausmachen.

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